
Braveheart
Eine junge Frau verschwindet aus einer kleinen Stadt, als wäre sie nie dagewesen. Niemand sucht nach ihr. Die einzige Person, die sie kannte, war ein junger Mann, mit dem sie vor ihrem Verschwinden eine Beziehung hatte. Die Inszenierung schildert die letzten Tage der Frau vor ihrem Verschwinden. Sie erhebt Anschuldigungen gegen den jungen Mann, verhört ihn und versucht, ihm gewaltsam Informationen zu entlocken. Obwohl das Stück überzeugt ist, dass er mit ihrem Verschwinden in Verbindung steht, gelingt es nicht, ihn zu überführen. Dennoch wird er bestraft, wobei klar wird, dass dies nur Gewalt ist.
In der Inszenierung wird der Mangel an politischer Wirkung zum Risiko für ganze Gemeinschaften, die in ihrer Not entweder in das System integriert werden oder sich ihm entziehen. In beiden Fällen sind die Menschen auf sich allein gestellt und von der Bedrohung des Verschwindens betroffen. Dieses Verschwinden wird zu einem unsichtbaren, unhörbaren Raum, der von Opfern, Tätern und Gewalt geprägt ist.
Ursprünglich wollte der Theatermacher Wael Kadour ein Stück schaffen, das das Recht des Einzelnen verteidigt, die Hoffnung zu verlieren. Doch er erkannte, dass dies letztlich das Recht der Hoffnungslosen verteidigt, Gewalt auszuüben – gegen andere oder sich selbst. Diese Gewalt ist ein verzweifelter Versuch, die Welt zu verändern.
Mitten im Chaos von Panikattacken, Antidepressiva, Drogen, Therapien und Armut schlägt dennoch ein tapferes Herz. In Ruhe und Stille versucht das Stück, diesem Herz auf die Spur zu kommen, ihm zuzuhören und seine Stimme in Worte zu fassen. Doch wird es ihm gelingen?
Auf Arabisch mit deutschen Übertiteln.
Koproduktion des Theater an der Ruhr, Le Quartz – Scène Nationale de Brest; Théâtre de Choisy-le-Roi, Linguistic Diversity Program.
Gefördert durch das Ministerium für Kunst und Wissenschaft des Landes NRW.
Mit Unterstützung von: Arab Fund for Arts and Culture (AFAC); Departmental Council of Boûches du Rhône - Departmental Center for Creation in Residence Domaine de l'Etang des Aulnes; Ettijahat - Zad: Miles for Connections
تختفي شابة من بلدة صغيرة وكأنها لم تكن موجودة من قبل. لا أحد يبحث عنها. الشخص الوحيد الذي كان يعرفها هو شاب كانت تربطه بها علاقة قبل اختفائها.
تصوّر المسرحية الأيام الأخيرة للمرأة قبل اختفائها. تتهم الشاب، وتستجوبه، وتحاول انتزاع المعلومات منه بالقوة وعلى الرغم من أنّ المسرحية تقتنع بأنّ له علاقة باختفائها، فإنها لا تنجح في إدانته ومع ذلك يُعاقَب، ويتّضح أن الأمر لا يعدو أن يكون فعلًا من أفعال العنف.
في العرض المسرحي، يتحوّل غياب التأثير السياسي إلى خطر يهدّد مجتمعات كاملة، تلك التي تُدمج في النظام رغماً عنها أو تحاول الانفصال عنه. في كلا الحالتين يبقى الناس وحدهم، وتطالهم تهديدات الاختفاء. يصبح هذا الاختفاء فضاءً غير مرئي وغير مسموع، تهيمن عليه الضحايا والجناة والعنف.
أراد صانع المسرح وائل قدّور في البداية أن يقدّم عملاً يدافع عن حق الفرد في فقدان الأمل. لكنه أدرك لاحقًا أن هذا يعني في النهاية الدفاع عن حق اليائسين في ممارسة العنف، تجاه الآخرين أو تجاه أنفسهم. هذا العنف هو محاولة يائسة لتغيير العالم.
وسط فوضى نوبات الهلع، ومضادات الاكتئاب، والمخدرات، والعلاجات النفسية، والفقر، يستمر قلب شجاع في الخفقان. يحاول العرض، في هدوء وصمت، تتبّع هذا القلب، الإصغاء إليه، وتحويل صوته إلى كلمات. لكن هل سينجح في ذلك؟
إنتاج مشترك لمسرح آن دِر رور، بدعم من وزارة العلوم والفنون في ولاية شمال الراين وستفاليا، وصندوق AFAC ومؤسسة اتجاهات.
📅 الأحد ٧.١٢.٢٠٢٥ الساعة ١٨:٠٠
Date
Theater an der Ruhr gGmbH
Das Theater an der Ruhr wurde 1980 als alternatives Modell, als ein Ensembletheater neuen Typs gegründet. Es war der Versuch, eine ganz eigene Antwort auf die bis heute andauernde Debatte um die Strukturen in der vom Stadttheater dominierten Theaterlandschaft in Deutschland zu finden.


