
Die Entführung der Amygdala
Text: Anna Gschnitzer
Von und mit: Pina Bergemann
Pina Bergemann wird musikalisch live von Moritz Bossmann begleitet, er ist u. a. Mitglied der Band Käptn Peng und Kompositeur des Soundtracks zur Verfilmung der Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling.
Es beginnt mit einem Knall. Der Kopf bounct auf die Motorhaube und das Patriarchat fetzt ihr aus dem Schädel. Enter Amygdala: Sie vergisst, dass sie Mutter ist, vergisst ihre Kinder, ihren Mann, den Kredit, die gläserne Decke, die sie nach ihrer Elternzeit einfach nicht mehr durchbrechen kann, die Lebenskosten, die das Einkommen übersteigen, die pflegebedürftigen Eltern, den Struggle, lässt das alles hinter sich, mit einem Mal. Aber kann man das – kann man das wirklich?
In »DIE ENTFÜHRUNG DER AMYGDALA« begeht eine Frau einen Tabubruch: Nach einem Unfall und einer scheinbaren Amnesie entscheidet sie sich für eine neue Identität. Jenseits ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau sucht sie nach einem neuen Platz. Sie macht sich auf die Reise, vielleicht in ein anderes Universum.
Die ZwischenStücke sind eine Kooperation der Mülheimer Theatertage mit dem Theater an der Ruhr.
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Theater an der Ruhr gGmbH
Das Theater an der Ruhr wurde 1980 als alternatives Modell, als ein Ensembletheater neuen Typs gegründet. Es war der Versuch, eine ganz eigene Antwort auf die bis heute andauernde Debatte um die Strukturen in der vom Stadttheater dominierten Theaterlandschaft in Deutschland zu finden.


