
Ödipus
In Theben wütet eine tödliche Seuche. Nur die Aufklärung eines Verbrechens kann, so heißt es, den drohenden Untergang noch verhindern: Ödipus, verehrter König der Stadt, muss den Mörder seines Vorgängers Laios finden, um Theben zu retten – und enthüllt dabei unweigerlich eine immer schrecklichere Verstrickung von Schuld und Unschuld, von Schicksal, Freiheit, Macht und Verrat, in deren Zentrum das Geheimnis seiner eigenen Herkunft liegt.
Auch zweieinhalbtausend Jahre nach seiner Entstehung entfaltet der König Ödipus des Sophokles eine wohl unergründliche Anziehungskraft. Etwas in dieser Geschichte hört nicht auf, uns anzugehen, zeigt und entzieht sich und versetzt uns in ein Spannungsverhältnis von Nähe und Distanz. Diesem Gedanken folgend, begleitet die von Elementen des Maskenspiels geprägte Inszenierung eine Gruppe selbst rätselhafter Wesen bei ihrer Ergründung der Geschichte und einer zunehmenden Annäherung an ihre Figuren, Themen und eben: Geheimnisse. Aus anfänglicher Fremdheit entsteht dabei eine immer größere Nähe und ein Sog, der über Zeiten und Räume hinweg um die grundlegendste und vielleicht beunruhigendste aller Fragen kreist: Was ist der Mensch?
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Date
Theater an der Ruhr gGmbH
Das Theater an der Ruhr wurde 1980 als alternatives Modell, als ein Ensembletheater neuen Typs gegründet. Es war der Versuch, eine ganz eigene Antwort auf die bis heute andauernde Debatte um die Strukturen in der vom Stadttheater dominierten Theaterlandschaft in Deutschland zu finden.


